25 Tasten hat mein MIDI-Keyboard, dass ich bestimmt schon 3 mal um die Welt mit reisen lassen habe. Klein und handlich musste es sein, durfte nicht großartig über die Länge meines Laptops hinausragen und es musste was aushalten. Und das eine ganze Menge. Vom Staub aus der Wüste der Kanaren bis zu übereifrigen Kollegen, die auf den Tasten herumballern als ob es kein Morgen mehr gäbe.

Bis jetzt hat, mich meine Miniaturklaviatur nicht im Stich gelassen, auch wenn ich es verdient hätte. Ich bin im Grunde tief auf begeistert, vom dem kleinen Ding, welches immer zuverlässig dafür sorgt, dass meine Synthesizer Plugins immer den richtigen Ton heraus tröten. Sogar die Anschlagdynamik funktioniert nach 5 Jahren immer noch bei meinem nanoKey2 von Korg.

Aber ich bin nicht der einzige, denn auf meinen Klangreisen durch diese schräge Welt habe ich auch andere Kollegen von ihren mobilen Kurztastern schwärmen hören. Deren MIDI-Controller hatten sogar Drehregler und allerhand andere fancy Funktionen, wie zum Beispiel der Akai APC Key 25.

Aber lange rede kurzer Sinn, die Dinger sind einfach unheimlich praktisch, wenn man unterwegs ist und mal eben einen MIDI-Controller braucht. Oder aber wenn man gar nicht Klavier oder Keyboard spielen kann und hauptsächlich selbstverliebt, so wie ich, im Sequenzer herummalt. Da bietet es sich aus Platzgründen schon an sich nicht so ein Monster von MIDI-Keyboard auf den Schreibtisch zu stellen, sondern eher mit Bescheidenheit zu punkten.

Oktavsprung

Also alles, was bis zu 25 Tasten, also genau zwei Oktaven hat, passt da wunderbar in dieses Szenario. Bei den kleinen Klaviaturen geht es weniger um das Keyboard spielen, sondern wirklich eher darum auf kleinem überhaupt erstmal einen Ton aus dem jeweiligen Klanggenerator zu bekommen. Bei diesen Mini-MIDI-Keyboards muss man nämlich für einen Oktavsprung einmal einen Button betätigen, damit wird dann die ganze Klaviatur eine Oktave nach oben bzw. unten verstellt. Für noch einen weiteren Oktavsprung, muss man den Taster dann noch einmal betätigen. Also, so zweihändiges Klangvollspektrum spielen ist nicht wirklich drin. Aber das ist meistens auch gar nicht unbedingt, dass was man im elektronischen Musik Bereich ständig macht.

Sounddesign

Denn neben dem Entwickeln von Melodien gibt es ja noch eine andere Disziplin, nämlich die des Sounddesigns. Und beim Sounddesign braucht man mindestens einen Mauscursor frei, wenn der nämlich auch noch mit einem Virtuellen Keyboard auf dem Bildschirm besetzt wäre, würde das Auswählen von Sounds aus dem Synthesizer und gar das Modifizieren die Hölle und der kreative Absturz die Regel. Also bevor man gar nichts auf die Reihe kriegt, legt man sich wenigstens ein Minikeyboard zu.